Pressemitteilung vom 28. September 2006

Berlin, 28. September 2006. Seit dem Vorstoß der niederländischen Online-Apotheke Doc Morris im Jahr 2000 ist der Markt der Online-Apotheken in Deutschland rasant gewachsen. Derzeitig wird die Anzahl der Online-Apotheken mit bis zu 1500 Angeboten beziffert. Das Angebot reicht von der reinen Versandapotheke bis zum kleinen Online-Shop der Apotheke nebenan. Ein Test der Usability-Agentur Apliki und FEIG hat ergeben, dass trotz des vielfältigen Angebots im Internet dem Kunden die gute und stets empfohlene Beratung durch Arzt und Apotheker fehlt. Die Produktinformationen der fünf ausgewählten Online-Apotheken über die Medikamente und deren Anwendungen wurden von den Kunden durchweg als unzureichend und mangelhaft eingestuft. Auch die bereits angebotenen Beratungshotlines konnten diese Einschätzung nicht ausgleichen. Ein Problem, dass einige Kreativität von den Betreibern verlangt. Laut Heilmittelwerbegesetzt ist eine umfassende Information über rezeptpflichtige Medikamente verboten.

Methodik:
Der Test wurde anhand des wissenschaftlich gesicherten Usability Fragebogen für Online-Shops (www.ufos-online.com) durchgeführt. Anhand des Fragebogens lässt sich das Kaufverhalten eines Kunden mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit vorhersagen. Die Aufgabe der jeweils zwölf Testkunden bestand darin, eine bekannte Schmerztablette und drei weitere Medikamente ihres täglichen Bedarfs zu suchen, im Warenkorb zu sammeln und Informationen über den Bestellvorgang zu sammeln. Abschließend sollten die Testkunden den Warenkorb weitgehend leeren und die Bestellung bis unmittelbar vor dem Abschluss durchführen, bevor sie die Apotheke mithilfe von ufos bewerteten. Die Ergebnisse des Tests reichten von der Note gut bis mangelhaft.  

Auffälliges Merkmal:
Alle Online-Shops wurden in dem Bereich Produktinformation als mangelhaft eingestuft. 

Interessantes

Matthias Thiele von ELO:

    „Eine gute Anwendungssoftware [muss] ständig die fachlichen wie auch die menschlichen Anforderungen der Anwender im Blick behalten [...]. Hierzu haben wir zusammen mit Apliki eine sehr gute Vorlage erarbeitet.“
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Steffen Eßers

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